Das Rauchfrei-Programm
     
         
 
Der Verlauf
  Das Rauchfrei-Programm umfasst sieben Kursstunden. Zudem werden die Teilnehmer mit zwei Telefonstunden telefonisch individuell und intensiv betreut.  
 
     
 
Die verwendeten Methoden
  Bei der Durchführung des Programms werden die vielfältigen, in den letzten Jahren differenzierter gewordenen Methoden zur Veränderung des Verhaltens angewendet, wie z.B. kognitive Verfahren zur Beeinflussung von Einstellungen, motivierende Gesprächsführung als Strategie zur Förderung der Motivation, Psychoedukation zur Vermittlung von Krankheitsverständnis, Verfahren der Zielorientierung, das Verständnis und der Umgang mit Rückfallprozessen und die direkte Einflussnahme auf Emotionen. Der Einsatz von Pharmaka zur Unterstützung des verhaltenstherapeutischen Vorgehens wird als Option berücksichtigt. Diesbezügliche Informationen werden vermittelt.  
 
     
 
Kursinhalte
 

Das zentrale Thema, dass im gesamten Kurs im Hintergrund mit dabei ist, ist die ANGST vor`m Aufhören und ihre Verwandten SELBSTZWEIFEL und WIDERSTAND gegen Veränderung.
Nach "zig" gescheiterten Versuchen mit dem Rauchen aufzuhören, geben Selbstzweifel der Angst ein realistisches Gesicht.
Die Einstellung "Ich will garnicht aufhören" (Widerstand gegen Veränderung) ist eine eher vermeidende Strategie der Auseinandersetzung mit der Angst. Diese Sorte Raucher meldet sich jedoch meisten nicht zum Kurs an.

Bei den meisten Rauchern, die sich zum Kurs anmelden, drückt sich die Angst vor`m Aufhören in Sätzen wie "Ich will aufhören, aber ich weiß nicht ob ich es schaffe" aus.

Sich dieser Angst zu stellen, d.h. individuelle Strategien zu ihrer Bewältigung zu erarbeiten, dazu ist der Kurs und meine und ihre Tatkraft und Fachkompetenz da.

Alle Kursinhalte dienen letztlich dazu ihre Angst vor dem Aufhören zu reduzieren und Selbstzweifel durch wirksame Bewältigungsstrategien zu ersetzen.

Das Ziel "Nichtraucher werden" ist ohne ihre ernsthafte und aktive Mitarbeit nur selten zu erreichen. Ist diese jedoch vorhanden, bietet der Kurs ein Fülle hilfreicher Informationen, Tipps und Tricks, wie Sie es schaffen können! Im Durchschnitt sind am Kursende 61% der Teilnehmer rauchfrei (*1), 36% sind es ein Jahr nach Kursende (*2), 24 % nach 3 Jahren (*3).

*1: DAS RAUCHFREI-PROGRAMM
– JAHRESBERICHT 2014– Berichtszeitraum 01.01.2013 -31.12.2013

*2,*3: Wenig, J., Nowak, D. & Kröger, C.B. (2013). Tabakentwöhnung in Gruppen: Abstinenz und Körpergewicht nach 12 und 36 Monaten. Poster.

 
 
Kursstunde


 
 
1
Informationen zum Rauchen
und rauchfreien Leben

 
 
2
Denkfehler des Rauchers
Ambivalenz des Rauchers

 
 
3
Vorbereitung des Rauchstopps
Alternativen für den Raucher

 
 
4
Rauchstopp

 
 
5. + 6.
Stabilisieren
Erfahrungen mit Rauchstopp
Rückfallprophylaxe
Identität als rauchfreie Person stärken
 
 


7.

Telefonst.


Individuelle Beratung

 
 
8
Abschlusstreffen: Rückschau und Vorschau  
         

Entwicklungsgeschichte

 

 

 

Auf der Basis der seit 1970 gewonnenen Erfahrungen mit dem Programm "Rauchfrei in 10 Schritten" entwickelte das Institut für Therapieforschung (IFT) im Jahre 2007 ein neues Programm, das "Rauchfrei-Programm".
Hierbei handelt es sich um ein wesentlich effizienteres Trainingsprogramm zur Nikotinentwöhnung. Das neue multimodale Tabakentwöhnungsprogramm mit dem Rauchstopp erweist sich als doppelt so effektiv wie das bisherige Programm mit seinem Reduktionsprofil.

 

 
     
 
Gründe, warum das neue Programm deutlich bessere Ergebnisse erzielt
  1. Der Sofortstopp bietet den Teilnehmern wie auch den Kursleitern eine klare Orientierung und Perspektive.
Im Reduktionsprogramm haben dahingegen zu viele Teilnehmer das Kursziel "Rauchstopp" aus den Augen verloren.

2. Das neue Programm hat mehr psychoedukative Inhalte. Gerade diese im neuen Programm verstärkt ausgebaute Klärungsperspektive fehlte dem alten Programm.

3. Das Programm erwies sich außerdem als attraktiver und zeitgemäßer bezüglich seiner Inhalte und erfährt eine höhere Akzeptanz unter den Kursteilnehmern wie Kursleitern.

4. Die Störanfälligkeit durch Gruppenprozesse wurde gemindert, indem der Kursleiter bis zum Rauchstopp weniger interaktiv, sondern stark direktiv und strukturiert vorgeht.
Trotzdem besteht gleichzeitig die soziale Unterstützung durch die Gruppe.

Ebenfalls wegelassen wurden die, bei den meisten Teilnehmer unbeliebten "Wetten", d.h. Maßnahmen der sozialen Verpflichtung und Kontrolle. Diese wurden von vielen Teilnehmern als zu aufwendig und gegenüber dem Wettpartner zu in anspruchnehmend erlebt.